Will der Arbeitnehmer geltend machen, dass eine Kündigung sozial ungerechtfertigt, oder aus anderen Gründen unwirksam ist, so muss er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der schriftlichen Kündigung Klage zum Arbeitsgericht auf Feststellung erheben, dass das Arbeitsverhältnis nicht aufgelöst ist (§ 4 KSchG). Nach Fristablauf kann eine nachträgliche Zulassung der Klage beantragt werden, dies erfolgt aber nur, wenn der Arbeitnehmer trotz Anwendung der ihm zuzumutenden Sorgfalt an der Erhebung der Klage gehindert war (§ 5 KSchG). Die fehlende Kenntnis des Arbeitnehmers von der Klagefrist rechtfertigt grundsätzlich keine nachträgliche Klagezulassung.

Wird die Rechtsunwirksamkeit einer Kündigung nicht rechtzeitig durch Klage geltend gemacht, so gilt die Kündigung als von Anfang an wirksam (§ 7 KSchG). Der Arbeitnehmer kann dann gegen die Beendigung seines Arbeitsverhältnisses (vorbehaltlich einer nachträglichen Zulassung der Klage) nichts mehr unternehmen.

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