Bedeutung der Kündigungsgründe

Die Kündigungsgründe sind dafür da, um eine Kündigung zu rechtfertigen. Hierfür ist jedoch nicht jeder Grund geeignet.

Die außerordentliche (fristlose) Kündigung ist die folgenschwerste Maßnahme des Arbeitgebers und entsprechend muss hierfür auch ein schwerwiegender Kündigungsgrund vorliegen.

Eine ordentliche (fristgemäße Kündigung) im Rahmen des Kündigungsschutzgesetzes muss sozial gerechtfertigt sein. Es muss ein betriebs-, verhaltens- oder personenbedingter Grund für die Kündigung vorliegen.

Bei ordentlichen Kündigungen außerhalb des Kündigungsschutzgesetzes muss hingegen grundsätzlich kein besonderer Kündigungsgrund vorliegen.

Ein fehlender bzw. nicht anerkannter oder gesetzeswidriger Kündigungsgrund kann zur Unwirksamkeit einer Kündigung führen.

Muss der Grund in der Kündigung angegeben werden?

Die Kündigungsgründe müssen nicht im Kündigungsschreiben direkt angegeben werden.

Der Arbeitgeber ist jedoch bei einer außerordentlichen (fristlosen) Kündigung verpflichtet, diese auf Nachfrage zu nennen.

Bei betriebsbedingten ordentlichen Kündigungen, die unter das Kündigungsschutzgesetz fallen, wird dem Arbeitgeber vom Gesetz lediglich die Begründung der Sozialauswahl vorgeschrieben.

Es ist auch möglich, dass der Arbeitgeber laut Arbeitsvertrag dazu verpflichtet ist, die Kündigungsgründe mitzuteilen.

Kommt der Arbeitgeber seiner Pflicht nicht nach, wird die Kündigung jedoch nicht automatisch unwirksam. Es kann sich lediglich ein Schadensersatzanspruch ergeben.

Spätestens in einem Kündigungsschutzverfahren, muss der Arbeitgeber die Kündigungsgründe dann doch mitteilen. Da die Frist zur Erhebung der Klage mit drei Wochen nur recht kurz ist, erfahren Arbeitnehmer regelmäßig erst in dem Verfahren vor dem Arbeitsgericht, weshalb die Kündigung ausgesprochen wurde.

Arten von Kündigungsgründen

 

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